Ni mesa sin pan, ni ejército sin capitán.
Während in einem der kleinen Orte im Norden Andalusiens gemächlich der Tag anbricht, findet auf den Strassen ein kleines soziales Phänomen statt, das sich auf diese Weise wohl in vielen kleinen und großen Orten und Städten in ganz Spanien abspielt. Nach und nach verlassen die Bewohner zwar mit morgendlicher Gemütlichkeit, aber nie ohne adrette Garderobe ihre Häuser, was auf den ersten Blick nicht besonders ungewöhnlich ist, doch sieht man etwas später noch einmal genauer hin, so wird man die vielen Dons bemerken, die sich mit einigen Stangen Brot in der Tasche oder Tüte soeben auf den Rückweg von der panaderia zum heimischen hogar gemacht haben, wo schon ihre Doña auf das tägliche Brot wartet. Ein spanisches Sprichwort sagt ja auch, nichts ist härter als ein Tag ohne Brot.
Doch der Weg zwischen Back- und Wohnstube ist wegen dem hohen Don-Aufkommen zu dieser Tageszeit auf den Strassen mit zahlreichen Worten und Gesprächen gefüllt. Es sind in der Regel zwei alte Freunde, die an eine Hauswand gelehnt ihre Geschichten austauschen, gelegentlich kommt ein dritter oder vierter Bekannter dazu, die jeweils lautstark und mit ausladenden Gestiken untermalt ihre Sicht auf die Dinge präsentieren. Lautstärke der Stimme und Intensität der Gestiken entscheiden dabei maßgeblich über die Wichtigkeit der Gesprächsbeiträge. Sind alle Neuigkeiten ausgetauscht, darf sich schließlich die wartende Doña über die Stangen frisch duftendes Brot freuen und belohnt ihren Ehegatten mit einem herzlichen Kuss.
Der Gang zum Bäcker hat neben der Nahrungsbeschaffung also auch eine soziale Funktion, diese wiederum ist abhängig von der Tageszeit. Niemand außer ein unwissender guiri geht zur Mittagsstunde los, um Brot zu kaufen. Hat man aber trotz der anbrechenden siesta doch noch Brot bekommen, kann es passieren, dass man auf der Strasse von einem Unbekannten verhöhnt und gefragt wird, was man denn um diese Zeit mit dem Brot anfangen will. Im schlimmsten Fall ist das Brot aber bereits steinhart.
Aber nach einem alten spanischen Sprichwort kennt selbst der größte Hunger kein hartes Brot, a buen hambre no hay pan duro.
JR
Doch der Weg zwischen Back- und Wohnstube ist wegen dem hohen Don-Aufkommen zu dieser Tageszeit auf den Strassen mit zahlreichen Worten und Gesprächen gefüllt. Es sind in der Regel zwei alte Freunde, die an eine Hauswand gelehnt ihre Geschichten austauschen, gelegentlich kommt ein dritter oder vierter Bekannter dazu, die jeweils lautstark und mit ausladenden Gestiken untermalt ihre Sicht auf die Dinge präsentieren. Lautstärke der Stimme und Intensität der Gestiken entscheiden dabei maßgeblich über die Wichtigkeit der Gesprächsbeiträge. Sind alle Neuigkeiten ausgetauscht, darf sich schließlich die wartende Doña über die Stangen frisch duftendes Brot freuen und belohnt ihren Ehegatten mit einem herzlichen Kuss.
Der Gang zum Bäcker hat neben der Nahrungsbeschaffung also auch eine soziale Funktion, diese wiederum ist abhängig von der Tageszeit. Niemand außer ein unwissender guiri geht zur Mittagsstunde los, um Brot zu kaufen. Hat man aber trotz der anbrechenden siesta doch noch Brot bekommen, kann es passieren, dass man auf der Strasse von einem Unbekannten verhöhnt und gefragt wird, was man denn um diese Zeit mit dem Brot anfangen will. Im schlimmsten Fall ist das Brot aber bereits steinhart.
Aber nach einem alten spanischen Sprichwort kennt selbst der größte Hunger kein hartes Brot, a buen hambre no hay pan duro.
JR
Lujo - 30. Jan, 19:30
